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Kategorie: Allgemein

Seminarfrage 5: Verleugnung. Fetischismus. Kunst.

Die Verleugnung ist nach psychoanalytischer Auffassung jener Abwehrmechanismus, der zur Leidensform der Perversion führt. (Verwerfung führt zu Psychose; Verdrängung zu Neurose). Octave Mannoni hat für die Verleugnung die Formel „Ich weiß zwar, dennoch aber…“ geprägt (Mannoni [1964], siehe https://dasunding.kunstuni-linz.at/seminarmaterialien/ ).   Allerdings finden wir nicht nur in der Perversion, sondern auch im Alltagsleben und in der Kultur eine Reihe von…

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SS 2026

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Die Unbefriedigung

„Was ist unser Urbild der Unbefriedigung? Ist es ein Hohlraum?“ Ludwig Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen, 2. Aufl. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1980: 203

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Das Obszöne bei Ludwig Marcuse und Sigmund Freud

Ludwig Marcuses Auseinandersetzung mit dem Obszönen operiert, wie man sagen könnte, mit dem Verdacht des Nominalismus: das Obszöne sei nur ein Wort; ein „Nichts aus Buchstaben“, hinter dem sich eine Metaphysik versteckt (1); oder, in der Terminologie anderer Philosophen: ein „Gedankending“, eine „Konstruktion“ beziehungsweise eine kulturelle Wertung für etwas, das es in der Natur nicht gebe; mithin etwas, dessen Notwendigkeit…

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Der Heiligenscheinorgasmus: Wie Identitätspolitik den Geist tötet

Mein Freund, der brillante deutsch-indische Philosoph Pravu Mazumdar, war mir, lange bevor ich ihn persönlich kennenlernen durfte, bekannt. Wenn auch nicht namentlich. Vor Jahren hatte ich auf YouTube das Video eines Vortrags von Slavoj Zizek gesehen, in dem er von einem aus Indien stammenden Philosophen sprach, der als profunder Kenner der französischen Gegenwartsphilosophie über diese ein Buch geschrieben hatte. Nach…

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Undinge an Universitäten

Didier Eribon würde sie wohl als statistische Wunder[1] bezeichnen – aber vielleicht sollte man sie lieber Undinge nennen?   Das Un- markiert eine bestimmte Form der Verneinung – verneint wird etwas, das es vorher schon gab[2]. Auf die Ungebildeten scheint diese Regel nicht zuzutreffen, denn man wird ja durch Bildung vom Ungebildeten zum Gebildeten, und nicht umgekehrt? Hier war der…

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Das Ichts, oder: Hat Demokrit gelacht?

Die Bedeutung eines philosophischen Satzes hängt sehr oft von seiner Form ab – das heißt: von seinem präzisen Wortlaut, und mithin von der Tonlage oder dem Wortwitz, den er aufweist. Vom materialistischen Philosophen Demokrit, auch „der lachende Philosoph“ genannt, ist ein merkwürdiger Satz überliefert: „Das Nichts existiert nicht mehr als das Ichts.“[1] In der jüngsten philosophischen Forschung hat dieser Satz…

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Ein Blick im Stolpern

Bereits während eines Rombesuchs beinahe über eine Skulptur in der Kirche Santa Maria della Vittoria gestolpert, stolpere ich heute wieder über einen Zeitungsartikel. Mit dem Blick stolpern bedeutet meist auch auf etwas Besonderes stoßen. In DIE ZEIT[1] schreibt der Autor Clemens J. Setz über einen Besuch in der Ausstellung Caravaggio & Bernini[2] im Wiener Kunsthistorischen Museum und Kunstwerke, die Setz…

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DAS „UN-“ UND DIE PSYCHOANALYSE

Schon in der Alltagssprache wird die Vorsilbe „un-“ für eine ganz bestimmte Art der Verneinung gebraucht. Sie drückt ein Gegenteil von etwas aus – aber eben ein ganz anderes Gegenteil als zum Beispiel das Wort „nicht“. Das Unmenschliche zum Beispiel ist etwas anderes als das nicht Menschliche.[1] Die Untoten sind etwas anderes als die nicht Toten; das Ungute ist etwas…

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