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Schlagwort: Freud

Seminarfrage 4: Worin besteht die Verleugnung des Todes?

Sigmund Freud bemerkt, der Krieg bewirke eine „Störung des bisher von uns festgehaltenen Verhältnisses zum Tode“ (Freud [1915b]: 341). Unser bisheriges Verhältnis bestehe darin, dass wir zwar einerseits bewusst „vertreten, daß der Tod der natürliche Ausgang alles Lebens sei“; andererseits aber dazu neigen, den Tod „totzuschweigen“. Dies entspreche dem Grundsatz „Im Unbewußten sei jeder von uns von seiner Unsterblichkeit überzeugt“…

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Seminarfrage 3: Die ungehemmten Kulturmenschen

Sigmund Freud bemerkt interessanterweise, dass die „primitiven Völker“ mehr Hemmung und Scham empfinden, was das Töten von Feinden betrifft als die „Kulturmenschen“. Er schreibt: „Der Wilde – Australier, Buschmann, Feuerländer – ist keineswegs ein reueloser Mörder; wenn er als Sieger vom Kriegspfade heimkehrt, darf er sein Dorf nicht betreten und sein Weib nicht berühren, ehe er seine kriegerischen Mordtaten durch…

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Das Obszöne bei Ludwig Marcuse und Sigmund Freud

Ludwig Marcuses Auseinandersetzung mit dem Obszönen operiert, wie man sagen könnte, mit dem Verdacht des Nominalismus: das Obszöne sei nur ein Wort; ein „Nichts aus Buchstaben“, hinter dem sich eine Metaphysik versteckt (1); oder, in der Terminologie anderer Philosophen: ein „Gedankending“, eine „Konstruktion“ beziehungsweise eine kulturelle Wertung für etwas, das es in der Natur nicht gebe; mithin etwas, dessen Notwendigkeit…

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Undinge an Universitäten

Didier Eribon würde sie wohl als statistische Wunder[1] bezeichnen – aber vielleicht sollte man sie lieber Undinge nennen?   Das Un- markiert eine bestimmte Form der Verneinung – verneint wird etwas, das es vorher schon gab[2]. Auf die Ungebildeten scheint diese Regel nicht zuzutreffen, denn man wird ja durch Bildung vom Ungebildeten zum Gebildeten, und nicht umgekehrt? Hier war der…

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DAS „UN-“ UND DIE PSYCHOANALYSE

Schon in der Alltagssprache wird die Vorsilbe „un-“ für eine ganz bestimmte Art der Verneinung gebraucht. Sie drückt ein Gegenteil von etwas aus – aber eben ein ganz anderes Gegenteil als zum Beispiel das Wort „nicht“. Das Unmenschliche zum Beispiel ist etwas anderes als das nicht Menschliche.[1] Die Untoten sind etwas anderes als die nicht Toten; das Ungute ist etwas…

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