Demokrit formuliert mit seiner Lehre von den Atomen und dem „Leeren“, in dem sie sich bewegen, eine materialistische Ontologie. Sie lässt sich (wie von Epikur und Lukrez) in dem Doppelsatz zusammenfassen: „Nichts wird aus nichts, und nichts wird zu nichts.“ [1]
Zusammen mit Demokrits Satz „Das Ichts existiert ebensowenig wie das Nichts“[2] kann man dies als einen philosophischen Kampf gegen das Nichts begreifen.
Wie aber verhält sich diese gegen das Nichts kämpfende Ontologie zu Epikurs Betonung der Lust? Folgt die hedonistische Philosophie notwendig aus dem Atomismus? Oder kann sie wenigstens auf irgendeinem Weg daraus abgeleitet werden? Können Sie diesen Weg skizzieren?
[1] Siehe Epikur, Brief an Herodot, in: ders.: Briefe. Sprüche. Werkfragmente. Griechisch/Deutsch. Übers. u. hgg. v. Hans-Wolfgang Krautz, Stuttgart: Reclam, 2005: 7.
[2] Siehe Diels, Hermann: Die Fragmente der Vorsokratiker. Hamburg: Rowohlt, 1957: 107.
