Sigmund Freud bemerkt, der Krieg bewirke eine „Störung des bisher von uns festgehaltenen Verhältnisses zum Tode“ (Freud [1915b]: 341). Unser bisheriges Verhältnis bestehe darin, dass wir zwar einerseits bewusst „vertreten, daß der Tod der natürliche Ausgang alles Lebens sei“; andererseits aber dazu neigen, den Tod „totzuschweigen“. Dies entspreche dem Grundsatz „Im Unbewußten sei jeder von uns von seiner Unsterblichkeit überzeugt“…
1 KommentarMonat: April 2026
Sigmund Freud bemerkt interessanterweise, dass die „primitiven Völker“ mehr Hemmung und Scham empfinden, was das Töten von Feinden betrifft als die „Kulturmenschen“. Er schreibt: „Der Wilde – Australier, Buschmann, Feuerländer – ist keineswegs ein reueloser Mörder; wenn er als Sieger vom Kriegspfade heimkehrt, darf er sein Dorf nicht betreten und sein Weib nicht berühren, ehe er seine kriegerischen Mordtaten durch…
Kommentar hinterlassenWas muss man bereits haben, um wie Max Stirner „seine Sache auf Nichts stellen“ zu können? Geht das so einfach aus dem Nichts? Oder braucht man dafür bestimmte Ressourcen – wie z. B. philosophische Bildung, kluge Gesprächspartner, ähnlich gesinnte Freunde, eine bestimmte historische Situation, eine bestimmte Klassenzugehörigkeit etc.? Und hat Stirner das überhaupt geschafft? Oder hängt er eben nur an…
1 KommentarWelche Arten von Nihilismus lassen sich unterscheiden? Hängen manche davon zusammen? Wenn ja, wie? Oder widerstreiten einander manche? Wenn ja, inwiefern? (Bitte um Beantwortung unter Bezugnahme auf relevante Literatur mit korrekten Literaturangaben.)
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